Beobachtungen nach einem Spielwochenende.

Ich mag es wenn etwas an einem Würfelwurf hängt. Das soll nicht heißen, dass jedesmal wenn zu den Würfel gegriffen wird der Spieler viel aufs Spiel setzen muss, damit mir die Situation Spaß macht. Aber ich möchte dass wenn die Würfel gefallen sind, sich die Lage eindeutig verändert hat. Egal ob der Wurf gelungen oder misslungen ist. Wiederholtes Würfeln, das lediglich zu kleinen Veränderungen führt, langweilen mich sehr schnell.

Es scheint mir zu Problemen zu führen, wenn man als Spieler auf Gründe wartet um etwas Bestimmtes zu tun. Die Spielwelt bzw. der SL kann Ziele anbieten oder Anreize zum Handeln liefern; aber Gründe, im Sinne von Motivation oder Rechtfertigung für eine Aktion des Charakters, erschafft der Spieler immer selbst. Diese Tatsache scheinen manche Spieler im Eifer des Spiels zu übersehen, was dazu führen kann, dass sich die Spielrunde in einer Pattsituation wiederfindet, in welcher der Spieldialog zwischen SL und Spielern (Aktion-Reaktion) nicht flüssig abläuft.

Der in vielen Regelwerken vorhandene Satz „Beim Rollenspiel geht es nicht ums Gewinnen.“ scheint eine sehr gängige Fehlinterpretation nach sich gezogen zu haben: „man kann beim Rollenspiel nicht gewinnen, weshalb es nicht so wichtig ist wie zielstrebig man die Charakterziele verfolgt„. Dem ist nicht so. Zielstrebiges Spielen ist enorm hilfreich und stärkt das Spiel ungemein. Die wichtige Kernaussage des Satzes stellt lediglich den Stellenwert dar, den das Erreichen des Ziels für den Spielgenuss hat bzw. haben sollte. „Man spielt auf Sieg; aber es ist nicht das Gewinnen, das Spaß macht.“

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Wurde geboren.

2 responses to “Beobachtungen nach einem Spielwochenende.”

  1. Harald Wagener says :

    Ich glaube, das Mißverständnis rührt von daher, dass viele Leute aus dem Satz übers Gewinnen nicht nur auf die Spielersituation, sondern auch auf die Charaktersituation schließen, und das Spiel dann stagniert, weil man lieber Konsens im Nichtstun findet, als durch Abweichlertum zu glänzen.

  2. Marquis-de-Carabas says :

    Hm… erinnert mich an den Lieblingssatz einer Spielerin, wenn die „Gruppe“ sich in einer Con-Runde mal wieder bis zum Ende des Spiels nicht gebildet hat, sondern alle mehr schlecht als recht nebeneinander hergewurschtelt haben: „Ich hatte keinen Grund mich mit diesem und jenem Charakter zu beschäftigen“.Insofern eine interessante und wichtige Beobachtung, denn in Zukunft weiß ich, was ich darauf sagen werde: „Dann überleg Dir einen!“.

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