Die Lederne Regel

Zur Vervollständigung eines Regelwerkes, welches während des Spiels Lücken aufweist oder Fragen aufwirft, die der SL beantworten muss:

„Wenn du etwas tun willst, was von den Regeln nicht eindeutig oder überhaupt nicht abgehandelt wird, würfele einen W20. Bei einer 1, 2 oder 3 gelingt dein Vorhaben.“

Die Erweiterung für die ganz Harten:
„Wenn du eine 4 oder höher würfelst, verlierst du [wichtige Ressource] und ein anderer Spieler spielt für den Rest der Szene deinen Charakter.“

Wobei [wichtige Ressource] in Art und Anzahl vom gespielten Regelwerk abhängt. Bei D&D vielleicht Erfahrungspunkte, bei WFRP Fortune Points und bei PTA Fan Mail.

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Wurde geboren.

4 responses to “Die Lederne Regel”

  1. Skyrock says :

    Ich verstehe nicht was du damit sagen willst, und vor allem nicht wie du gerade auf die niedrige Erfolgschance von 15% kommst.Dazu scheint mir der letzte Satz entweder unvollständig erscheint und/oder eine Überleitung fehlt. Was ist mit der Belohnungsressource der einzelnen Rollenspiele? Soll sie der bekommen der so einen Wurf durchführt, soll er sie abgezogen bekommen, hat sie was mit dem Mitspieler zu tun der den Charakter für den Rest der Szene spielt, oder bin ich ganz auf dem Holzweg?

  2. Georgios says :

    Oops. Beim ersten Querlesen hab ich übersehen das ich die falschen Klammern benutzt habe. Der Grund für die geringe Erfolgschance (und den Verlust der wichtigen Ressource und der Kontrolle über den Charakter) liegt darin, dass man als Spieler angeregt sein sollte, im Rahmen des Regelwerks zu denken und nicht darüber hinaus. Jedoch nicht um von Unzulänglichkeiten im Regelwerk abzulenken, sondern um das Spiel auf die Dinge zu konzentrieren, für die die Regeln ausgelegt sind. Wie auch die Goldene Regel ist die Lederne Regel nur eine (plumpe) Stütze um das gemeinsame Spiel flüssiger zu gestalten. Sollte die Regel in der Praxis zu oft Anwendung finden, dann sollte man das Regelwerk wechseln.

  3. Skyrock says :

    Ah, jetzt ist es verständlich…Verständliche Einstellung. Bei den meisten von mir genutzen Spielen wäre die lederne Regel überflüssig, gibt es doch immer einen Grundmechanismus auf den man im Notfall zurückgreifen kann wenn nichts anderes passt.Wenn ich 50:50-Würfe, Glückswürfe oder ähnliches durchführe dann meist nur für _relevante_ Fragen in Task-Resolution-Systemen, bei denen mir weder das Regelwerk noch die Vorbereitung sagen wie sie zu beantworten sind und auch keine Charakterfähigkeiten involviert sind auf die man würfeln könnte.(Wenn ich es mir recht überlege sind Glückswürfe, Würfe auf „Everything else“ etc. eigentlich nichts anderes als eine im System verankerte lederne Regel, stellt Glück doch meistens einen Dumpstat dar da man nicht sicher weiß ob und für welche Sache es zum Einsatz kommt und so lieber in zuverlässig und definitiv auf nutzbringende Art und Weise einsetzbare Attribute wie Konsti investiert.)

  4. Georgios says :

    Das Ausweiten einer Basisregel auf eine nicht abgedeckte Situation ist zwar für jeden erfahrenen Spielleiter ein etablierter Handgriff, allerdings finde ich es uninteressant und unnötig beim Spielen oder Spielleiten solche Entscheidungen zu treffen. Diese Art der Tüftelei mag ihre Liebhaber haben, aber es geht ja auch einfacher. Dem Spiel selbst wird durch die „Lederne Regel“ wie ich denke nur geholfen.

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